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Baden macht nicht glücklich - aber sauber

So ein Tibet-Terrier macht Arbeit, zwei erst recht. Nur wer gerne bürstet und kämmt, hat Freude an dieser langhaarigen Rasse. Es sei denn,  man lässt ihm regelmäßig einen Kurzhaarschnitt verpassen, aber dann verliert er sein rassetypisches und äußerst attraktives Aussehen und das vor Nässe schützendene lange Deckhaar geht verloren.
Außerdem haben Besitzer der langhaarigen Variante einen großen Vorteil gegenüber Rassen mit kürzerem Fell: Es fliegen so gut wie keine Haare durch die Wohnung oder kleben an Polstern. Denn: Tibet-Terrier verlieren vergleichsweise (!) nicht mehr Haare als ein Mensch, und die wenigen langen Haare, die nach ausgiebigem Räkeln oder Herumtollen auf dem Teppich zu finden sind, lassen sich mühelos absaugen.

Ohne Bürsten bzw. Kämmen bis auf die Haut und das mindestens einmal pro Woche (besser: alle zwei bis drei Tage) geht es aber nicht. Das klappt am besten auf einem Tisch in rückenschonender Höhe. Wer beabsichtigt, seinen Hund auszustellen, kauft sich einen Trimmtisch mit Rollen. Auf diesem lassen sich die Ausstellunguntensilien am einfachsten transportieren. Aber auch nur für zu Hause ist so ein Tisch - leider nicht ganz billig - eine gute Investition.

Baden ist übrigens auch gelegentlich angesagt. Bei Regenwetter und wenn sich Schneebommel gebildet haben, reicht es, die Pfoten abzubrausen, eventuell auch die langen Bauchhaare.
Rüden riechen recht schnell und recht streng nach Urin an den Innenseiten der Hinterbeine. Da hilft nur ein gutes Hundeshampoo - oder eine unempfindliche Nase.

Ab in die Wanne (das darf keine kratzempfindliche aus Acryl sein), heißt es bei uns im Duchschnitt alle drei bis vier Wochen und auf jeden Fall zwei Tage vor einer Ausstellung.


Auch vom Meerwasser wird man nass. Betty an der dänischen Nordsee, wo es so viele hundefreundliche Ferienhäuser gibt und einen tollen langen Strand, an dem die Hunde im Herbst und Winter ohne Leine laufen dürfen - wenn sie friedlich sind. Inzwischen gilt ansonsten, wie schon geschrieben, leider ganzjährig Leinenzwang.


Manche Menschen lehnen es grundsätzlich ab, dass der Hund mit im Schlafzimmer übernachtet. Unsere beiden Hunde und auch Ling-Chai, die uns so lange treu war, schlief bzw. schlafen mit uns im Zimmer - natürlich in ihren eigenen Körbchen.
Allerdings habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, Betty und Beppo - sie haben ja fast zwei Jahre Altersunterschied - als frisch zu uns gezogene Welpen in den ersten Nächten mit ins Bett zu nehmen. Sie lagen jeweils in einem kleinen Katzenkörbchen neben dem Kopfkissen. Sobald der kleine Hund nachts unruhig wurde, habe ich meine Hand auf ihn gelegt - und er schlief wieder ein. Nach ein paar Nächten habe ich das  Körbchen ans Fußende bugsiert, und nach knapp zwei Wochen schliefen beide Welpen im Körbchen auf dem Fußboden, und das ohne jegliche nächtliche Ruhestörung.
Das hat uns zum einen von Anfang an ruhige Nächte beschert und zum anderen den Hunden nicht das Gefühl gegeben, von Gott und der Welt verlassen zu sein. Schließlich begleiten uns die Hunde tagsüber auch auf Schritt und Tritt.
Da die Hunde nachts mit im Schlafzimmer sind, können sie sich auch leichter bemerkbar machen, wenn sie dringend raus müssen. Das kommt zwar selten vor, aber ich stehe lieber nachts bei gelegentlichen Verdauungsstörungen sofort auf und lasse sie in den eingezäunten Garten - das ist zugegeben ein Luxus - statt am nächsten Morgen die übelriechende Bescherung eines totunglücklichen Hundes entfernen zu müssen.